Apollo.io wuchs schnell aus einem einfachen Grund: Es war lange das einzige ernsthafte B2B-Datenwerkzeug mit SMB-Preisen. Der 49-Dollar-Plan machte es für jeden Startup-SDR zum No-Brainer. 2023 existiert dieser Plan noch, aber die Credit-Obergrenzen, die Enrichment-Limits und der Druck in höhere Tiers haben die Rechnung für viele Teams verändert.

Was sich an Apollos Preismodell geändert hat

Keines dieser Details ist ein K.-o.-Kriterium. Aber der kumulative Effekt: Ein Team aus fünf Reps mit vollem Outbound zahlt heute 400 bis 800 Euro pro Monat, früher waren es unter 250.

Wo Apollo immer noch gewinnt

Die Datenbank ist wirklich exzellent. Apollos Kontakt-Daten — besonders im US-SMB-Segment — gehören zu den besten verfügbaren. Für Teams, die hauptsächlich „finde mir die richtige Person im richtigen Unternehmen“ brauchen, ist Apollo schwer zu schlagen. Der Sequencer ist für einfache Sends in Ordnung, und die Chrome-Erweiterung bleibt einer der schnellsten Wege, ein LinkedIn-Profil anzureichern.

Wo Apollo 2023 anfängt zu drücken

  1. Deliverability. Der interne Sender von Apollo ist bei niedrigem Volumen in Ordnung. Oberhalb von 100 Sends pro Postfach pro Tag brauchen die meisten Teams sowieso eine dedizierte Sende-Plattform (Smartlead, Instantly, Reply).
  2. Datenfrische an den Rändern. Für US-SaaS super. Für europäisches Mid-Market uneinheitlich. Für Indonesien, LATAM oder Nischenbranchen brauchen Sie eine zweite Quelle.
  3. Multi-Inbox-Rotation im großen Stil. Sobald Sie 5 oder mehr Sende-Domains brauchen, ist Apollo nicht das Werkzeug, das Sie sauber dorthin bringt.

Die Stack-Frage 2023

Die ehrliche Antwort ist nicht „Apollo oder X“. Sie lautet: Brauchen Sie ein Werkzeug, das alles ausreichend erledigt, oder einen fokussierten Stack, in dem jedes Werkzeug auf seiner Aufgabe Bestform erreicht? Für Teams unter drei Reps und mit ACV unter 10.000 Euro gewinnt Apollo-Konsolidierung immer noch. Darüber liefert die Trennung von Daten, Sendung und CRM meistens besseren ROI.

„Wir waren mit Apollo nicht unzufrieden. Wir haben nur gemerkt, dass wir 600 Euro im Monat für 20 Prozent der Funktionen zahlten, die wir wirklich nutzten. Die anderen 80 Prozent haben das Werkzeug aufgebläht, nicht uns."

Was vor einem Wechsel zu prüfen ist

Wenn Sie diese Fragen ehrlich beantworten können, treffen Sie die Wechsel-Entscheidung ruhig, anstatt auf eine Rechnungsmail zu reagieren.